Vom So. 30.Mai bis Fr. 05. Juni
10 bis 15 Uhr
Eintritt frei!

Im Rahmen von DECOLONYCITIES KIGALI-HAMBURG, einem Projekt von Yolanda Gutiérrez, wird der ruandische Illustrator Dolph Banza im ZWISCHENRAUM des MARKK sein Atelier aufbauen, um mit Objekten zu interagieren. Im Stil der früheren Zeichnerinnen am Museum, deren Arbeit die Dauerausstellung „Ausgezeichnet: Künstlerinnen des Inventars“ gewidmet ist, interpretiert er diesen historischen Beruf auf eine zeitgenössische dekolonialisierende Art. Dolph Banza wird bis zum 05. Juni 2021 in seinem „Atelier“ mit seiner Performance zu sehen sein.

"Es ist nicht selbstverständlich, heute alte ruandische Objekte/Werkzeuge zu finden, auch die vorhandene Dokumentation ist dürftig. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit habe, mit den Objekten durch Illustration zu interagieren. Einige der Objekte aus dem Museum, die ich sehen konnte, sind so selten, dass ich sie zum ersten Mal gesehen habe. Obwohl ich von Beruf Illustrator bin, ist mein akademischer Hintergrund der eines Ingenieurs, was mir hilft, sowohl das technische als auch das künstlerische Zeichnen zu verstehen. Ich freue mich auf diese Aufgabe, weil ich beides gleichzeitig anwenden kann." Dolph Banza

Fr. 18 Juni 2021 / Sa. 19 Juni / So. 20. Juni 2021
Jeweils 2 Performances
Uhrzeit: 15 und 17 Uhr
Treff-und Endpunkt: MARKK Museum Hamburg
Uhrzeit: 15 und 17 Uhr

Kaufen Sie Ihre Karten bitte direkt beim Veranstalter MARKK-Museum

DER RUNDGANG IST IN ENGLISCH!!

Tänzer und Künstler aus Hamburg und Kigali performen bei DECOLONYCITIES im Hamburger Stadtraum eine mögliche Dekolonisierung der Zukunft. Wenn die gemeinsame Geschichte erfahrbar gemacht wird, kann diese gemeinsame Geschichte in der Zukunft besser reflektiert und gelebt werden. Durch das Projekt wird in Hamburg die Kolonialgeschichte sichtbar gemacht und zentrale Fragen thematisieren: Welchen Einfluss hatte Hamburg auf den deutschen Kolonialismus? Welche koloniale Vergangenheit gibt es zwischen Kigali und Hamburg? Wie wird diese Geschichte archiviert – im und außerhalb des Museums? Und wie ist das Verhältnis zu dieser Geschichte für die heute lebenden Menschen in Kigali und Hamburg? Das MARKK in Hamburg ist einerseits ein Ort der Performance und gleichzeitig Zentrum dieser Fragen. Genau hier ist ein solches Archiv, das uns erlaubt die gemeinsame Kolonialgeschichte dieser beiden Städte zu erfahren und zu hinterfragen. Die Sichtbarkeit und Erfahrbarkeit eines Archivs wird durch Illustrationen und Körper performativ und künstlerisch untersucht. DECOLONYCITIES ist ein Projekt, welches an der Schnittstelle von Tanz, bildender Kunst und medialer Arbeiten existiert und einen Prozess der Dekolonisierung fördern und wahrnehmbar machen will. Nicht belehrend, nicht didaktisch. Es geht nicht um das Vermitteln von Wissen oder Fakten, sondern um einen Perspektivwechsel, der auf künstlerische Weise erlaubt, sich diesem Thema anders anzunähern.


[Konzept/Choreografie] Yolanda Gutiérrez
[Produktionsleitung] Gesine Kästner
[Dramaturgische Mitarbeit] Tobias Funke
[Presse und Öffentlichkeitsarbeit] Andrea Möller
[Assistenz] Lucia Lilen Heffner
[Audio Künstler] Igor Sheba
[Erzähler Stimme] Zainab X
[Bildende Künstler] Chris Schwagga und Dolph Banza
[Tanz/Choreografie] Babou Tight King, Moussa Issiaka,Eliane Umuhire, Frank Mugisha and Celine Manzi (digital aus Kigali)
[Film Kigali] Serge Girishya
[Gedicht und Stimme] Gretta Ingabire

Eine Produktion von yolanda gutiérrez & projects und MARKK

Gefördert durch Elbkulturfonds - BKuM Hamburg

Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ - STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz


Zwischen April und August 2021

BISMARCK-DEKOLONIAL ist eine aktivistisch-performative Utopie mit Künstler*innen aus Yaoundé, Lomé, Windhuk, Kigali, Dar es Salaam und Hamburg

Die Bismarck-Statue in Hamburg wird 2020-2022 für rund neun Millionen Euro restauriert und konfrontiert uns erneut mit der Frage, wie wir als Gesellschaft mit der deutschen Kolonialgeschichte umgehen. Otto von Bismarck als einer der Schlüsselfiguren der Kolonialisierung Afrikas steht nach wie vor als Koloss unkommentiert mitten in Hamburg. Hier bedarf es einer kollektiven und dekolonisierenden Gegenstimme, die eine kritische Auseinandersetzung anstößt.

Daher stehen im Mittelpunkt von BISMARCK DEKOLONIAL die künstlerischen Narrative der Menschen aus den ehemaligen Kolonien (Tansania, Namibia, Kamerun, Togo und Ruanda). Das ermöglicht einen notwendigen Perspektivenwechsel, denn nur so kann der dekolonisierende Prozess der Aufarbeitung weitergeführt werden. Die zentralen Fragestellungen sind dabei: Was haben sie zu sagen, wenn sie aus den ehemaligen deutschen Kolonien kommen und dieses riesige Denkmal sehen? Welche Kunstaktion kann den Bismarck dekolonisieren?

Das Projekt strukturiert sich in zwei Teile. Im April 2021 werden in Form eines LAB/FORUMS Vorarbeiten zu gemeinsamen künstlerischen Beiträgen erarbeitet, die dann im Juli 2021 live vor dem Bismarck-Denkmal präsentiert werden. Über einen Livestream wird ein gemeinsamer Dialog in einem OPEN/FORUM auch außerhalb Hamburgs ermöglicht.

Wir können die Geschichte nicht ändern, aber wir können facettenreichere Perspektiven entwickeln, wie wir Geschichte betrachten.


[Künstlerische Leitung/Kuratorin] Yolanda Gutiérrez
[Assistenz Management] Lucia Lilen Heffner
[Dramaturgische Mitarbeit] Anna Sophie Felser
[Künstlerische Beratung] Sarah Lasaki
[Moderation] Zainab X
[Graphik Design] Dr. Calavera
[Website] Uli Mathes
[MIT] Isack Peter Abeneko, Banza Dolph, Vitjitua Ndjiharine, Sarah Lasaki, Chris Schwagga, Stone, Moussa Issiaka, Calavera u.a

#TakeAction - Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.


Meine künstlerische Arbeit erstreckt sich nun über 20 Jahre. Im Jahr 1999 fing ich an in den Off-Theatern der Stadt meine Arbeit zu zeigen. Ab 2010 präsentiere ich regelmäßig meine Arbeiten in der Internationalen Kulturfabrik Kampnagel. Ich habe dort bisher 18 Projekte realisiert und mindestens 10 weitere in den Jahren davor.
Wenn ich zurückblicke betrachte ich dabei verschiedene Phasen in meiner Arbeit. Ich möchte mir nun gerne die Zeit nehmen diese Projekte digital zu archivieren, die in verschiedenen Videoformaten von besonders in den Jahren von 1999 bis 2014 dokumentiert wurden. Ich habe nicht nur eine Ansammlung von Videodokumentationen, sondern auch von Requisiten, Kostümen und Programmheften. Bei den Kostümen und Requisiten werde ich sie professionell aufbewahren auch in digitaler Form, ein richtiges Inventar machen. Insgesamt werde ich eine angemessene Dokumentation und Archivierung erstellen.


[Leitung]Yolanda Gutiérrez
[Digitalisierung/Schnitt] Igor Scherba
[Assistenz Archivierung] Lucia Lilen Heffner

Dank zu DIS-TANZ-SOLO als Teil des Programms:

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR, Hilfsprogramm DIS-TANZEN des Dachverband Tanz Deutschland.

Nachdem ich drei Jahre lang Projekte im öffentlichen Raum auf internationalen Festivals wie THEATER DER WELT - 2017, JULIDANS und DIE IRRITIERTE STADT gezeigt habe, bekomme ich vom TANZPAKT=RECONNECT eine Förderung, um diese Form von Projekten inhaltlich und in ihren Management-Strukturen auszuweiten. In einem Team erstellen wir zusammen eine Website, ein Booklet, ein Dossier und internationale Kooperationen, damit Projekte wie URBAN BODIES PROJECT und DECOLONYCITIES sowohl in Hamburg als auch in Europa und weltweit gezeigt werden können. SHAPE THE FUTURE ist eine kunst-aktivistische-tänzerische Intervention im öffentlichen Raum, die andere Narrative und andere Stimmen zu Wort kommen lässt und dabei Bezug nimmt auf die koloniale Vergangenheit der jeweiligen Städte, in denen sie stattfindet.


[Konzept/Leitung] Yolanda Gutiérrez
[Dramaturgische Mitarbeit] Tobias Funke/Anna-Sophie Felser
[Assistenz] Lucia Lilen Heffner
[Künstlerische Beratung] Sarah Lasaki
[Coaching] Ebru Nihan Celkan
[Mentoring] Carmen Mehnert
[Graphik Design] Dr. Calavera
[Website] Uli Mathes

Unterstützt durch DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz

November 2021

Yolanda Gutierrez hat in verschiedenen europäischen Städten anhand von choreografischen Arbeiten, dem Konzept der Dekolonisierung, drei grundlegende Aspekte untersucht: das Persönliche, die Geschichte der Architektur und den historischen kolonialen Kontext der Orte. Sie verwandelt all dies in den performativen Körper, den kolonisierenden Körper und den kolonisierten Körper untersucht.

Ausgehend von der Idee, dass diese drei Konzepte ein lebendiges Archiv sind, um den Inhalt seiner Arbeit zu generieren, bildet sie diesmal ein Team deutscher und mexikanischer Tänzer*nnen mit ganz besonderen Merkmalen, um den öffentlichen Raum in Mexiko-Stadt zu erkunden.

Diese Erzählungen haben ihren Weg gefunden, trotz der kollektiven Vorstellungskraft, die die Versionen der Eroberer umrahmt und die Versionen der Eroberten trübt.

Dieses Labor eröffnet einen kritischen und performativen Ort, an dem sich die Stimme und der Körper ausdrücken können, und stellt eine Kolonialisierung in Frage, die von politisch über wirtschaftlich bis hin zu kulturellen Einfluß bis heute reicht..

Decolonize your mind! Decolonize your body! Decolonize your city!


[Konzept/Leitung/Choreographie] Yolanda Gutiérrez
[Assistenz] Andrés Moreno
[Audio/Musik] ALTOPARLANTE
[Dramaturgie] Antonio Salinas
[Erzählerstimme] Yolanda Gutiérrez
[Tanz] Sarah Lasaki, Moussa Issiaka, Jorge Guillén, Aime Irasema

Ermöglicht durch die Wiederaufnahme-und Gastspielförderung des Dachverbands freie darstellende Künste Hamburg, im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien