BISMARCK-DEKOLONIAL LAB=FORUM
Wir möchten euch gerne zu unserem Projekt BISMARCK-DEKOLONIAL/LAB=FORUM am Freitag den 16. April um 18 Uhr via Facebook-Livestream einladen. Wir sind ein internationales Team, welches uns kritisch dem Bismarck-Denkmal in St. Pauli in Hamburg nähern und versuchen dekolonialisierende künstlerische Gegenentwürfe zu finden. Die Bismarck-Statue wird von 2020 bis 2022 für rund neun Millionen Euro restauriert und konfrontiert uns erneut mit der Frage, wie wir als Gesellschaft mit der deutschen Kolonialgeschichte umgehen. Otto von Bismarck als einer der Schlüsselfiguren der Kolonialisierung Afrikas steht nach wie vor als Koloss unkommentiert mitten in Hamburg. Daher stehen im Mittelpunkt von BISMARCK DEKOLONIAL die künstlerischen Narrative der Menschen aus den ehemaligen Kolonien, also Tansania, Namibia, Kamerun, Togo und Ruanda. Das ermöglicht einen notwendigen Perspektivenwechsel, denn nur so kann der dekolonisierende Prozess der Aufarbeitung weitergeführt werden. Die zentralen Fragestellungen sind dabei: Was haben sie zu sagen, wenn sie aus den ehemaligen deutschen Kolonien kommen und dieses riesige Denkmal sehen? Welche Kunstaktion kann den Bismarck dekolonisieren? Der erste Teil des Projekts wird in Form eines Livestreams auf Facebook unter diesem Link stattfinden.

In diesem LAB=FORUM Format stellen die Künstler*innen ihre ersten Ideen vor und diskutieren über die Thematik. Im Sommer 2021 folgt dann der zweite Teil, bei dem diese künstlerischen Beiträge live vor dem Bismarck-Denkmal präsentiert werden.

Als Kuratorin des Projektes habe ich folgende Künstler*innen eingeladen:

Isack Peter Abeneko from Tanzania (Dancer, Performer,
Choreografph Musiker)
Vitjitua Ndjiharine from Namibia (Visual artist)
Stone from Cameroon (Performer)
Dolph Banza from Rwanda (Visual artist)
Moussa Issiaka from Togo (Dancer, Performer, Choreograph)
Fabian Villasana aka Dr. Calavera (Visual artist)

Moderation: Zainab X

Wir freuen uns über Eure Teilnahme!

Ein Projekt von yolanda gutiérrez & projects
Gefördert durch Behörde für Kultur und Media Hamburg

 

 

Political Bodies / Yolanda Gutiérrez & Jens Dietrich

Political Body hat im Englischen eine doppelte Bedeutung. Als feststehender Begriff bezieht sich der Ausdruck auf eine politische Institution. Und wortwörtlich genommen geht es um das Politische des Körpers. Mit dem Projekt Political Bodies beabsichtigten wir die Bandbreite zwischen den beiden Lesarten sichtbar zu machen: Welche politische Rolle übernimmt der Körper in der Kunst, und wie wird aus einer künstlerischen Bewegung eine politische.

Die ersten Ideen für die Tanzperformance Political Bodies entstanden, als Yolanda Gutiérrez 2012 eine Künstlerresidenz an der Ecole des Sables in Toubab Dialaw machte und mit Tänzern aus der Hip-Hop-Szene Dakars in Kontakt kam.

Aufführung Kampnagel, Hamburg
Jennifer Beck, spex

Erschienen im März 2016
ISBN 978-3-938218-80-8

Herausgegeben von Yolanda Gutiérrez & Jens Dietrich

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