Gefördert durch









 

DECOLONYCITIES KIGALI-HAMBURG

Fr. 18 Juni 2021 / Sa. 19 Juni / So. 20. Juni 2021
Jeweils 2 Performances
Uhrzeit: 15 und 17 Uhr
Treff-und Endpunkt: MARKK Museum Hamburg
Uhrzeit: 15 und 17 Uhr
In Englischer Sprache nur!

Die Aufführungen finden in englischer Sprache statt und pro Aufführung können 30 Personen teilnehmen. Die Veranstaltung entspricht den Covid-19 Hygieneregeln und diese werden strengstens eingehalten

Tänzer und Künstler aus Hamburg und Kigali performen bei DECOLONYCITIES im Hamburger Stadtraum eine mögliche Dekolonisierung der Zukunft. Wenn die gemeinsame Geschichte erfahrbar gemacht wird, kann diese gemeinsame Geschichte in der Zukunft besser reflektiert und gelebt werden. Durch das Projekt wird in Hamburg die Kolonialgeschichte sichtbar gemacht und zentrale Fragen thematisieren: Welchen Einfluss hatte Hamburg auf den deutschen Kolonialismus? Welche koloniale Vergangenheit gibt es zwischen Kigali und Hamburg? Wie wird diese Geschichte archiviert – im und außerhalb des Museums? Und wie ist das Verhältnis zu dieser Geschichte für die heute lebenden Menschen in Kigali und Hamburg? Das MARKK in Hamburg ist einerseits ein Ort der Performance und gleichzeitig Zentrum dieser Fragen. Genau hier ist ein solches Archiv, das uns erlaubt die gemeinsame Kolonialgeschichte dieser beiden Städte zu erfahren und zu hinterfragen. Die Sichtbarkeit und Erfahrbarkeit eines Archivs wird durch Illustrationen und Körper performativ und künstlerisch untersucht. DECOLONYCITIES ist ein Projekt, welches an der Schnittstelle von Tanz, bildender Kunst und medialer Arbeiten existiert und einen Prozess der Dekolonisierung fördern und wahrnehmbar machen will. Nicht belehrend, nicht didaktisch. Es geht nicht um das Vermitteln von Wissen oder Fakten, sondern um einen Perspektivwechsel, der auf künstlerische Weise erlaubt, sich diesem Thema anders anzunähern.

DecolonyObjects
Das Malen neuer (Zeit) Linien
Dekoloniseirende Illustrationen mit dem ruandischen Künstler Dolph Banza.

Im Rahmen von DECOLONYCITIES KIGALI-HAMBURG, einem Projekt von Yolanda Gutiérrez, hat der ruandische Illustrator Dolph Banza im ZWISCHENRAUM des MARKK sein Atelier aufgebaut, um mit Objekten zu interagieren. Im Stil der früheren Zeichnerinnen am Museum, deren Arbeit die Dauerausstellung „Ausgezeichnet: Künstlerinnen des Inventars“ gewidmet ist, interpretiert er diesen historischen Beruf auf eine zeitgenössische dekolonialisierende Art.

"Es ist nicht selbstverständlich, heute alte ruandische Objekte/Werkzeuge zu finden, auch die vorhandene Dokumentation ist dürftig. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit habe, mit den Objekten durch Illustration zu interagieren. Einige der Objekte aus dem Museum, die ich sehen konnte, sind so selten, dass ich sie zum ersten Mal gesehen habe. Obwohl ich von Beruf Illustrator bin, ist mein akademischer Hintergrund der eines Ingenieurs, was mir hilft, sowohl das technische als auch das künstlerische Zeichnen zu verstehen. Ich freue mich auf diese Aufgabe, weil ich beides gleichzeitig anwenden kann." Dolph Banza.


[Konzept/Choreografie] Yolanda Gutiérrez
[Produktionsleitung] Gesine Kästner
[Dramaturgische Mitarbeit] Tobias Funke
[Presse und Öffentlichkeitsarbeit] Andrea Möller
[Assistenz] Lucia Lilen Heffner
[Audio Künstler] Igor Sheba
[Erzähler Stimme] Zainab X
[Bildende Künstler] Chris Schwagga und Dolph Banza
[Tanz/Choreografie] Babou Tight King, Moussa Issiaka,Eliane Umuhire, Frank Mugisha and Celine Manzi (digital aus Kigali)
[Film Kigali] Serge Girishya
[Gedicht und Stimme] Gretta Ingabire

Eine Produktion von yolanda gutiérrez & projects und MARKK

Gefördert durch Elbkulturfonds - BKuM Hamburg

Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ - STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz


 

 

Political Bodies / Yolanda Gutiérrez & Jens Dietrich

Political Body hat im Englischen eine doppelte Bedeutung. Als feststehender Begriff bezieht sich der Ausdruck auf eine politische Institution. Und wortwörtlich genommen geht es um das Politische des Körpers. Mit dem Projekt Political Bodies beabsichtigten wir die Bandbreite zwischen den beiden Lesarten sichtbar zu machen: Welche politische Rolle übernimmt der Körper in der Kunst, und wie wird aus einer künstlerischen Bewegung eine politische.

Die ersten Ideen für die Tanzperformance Political Bodies entstanden, als Yolanda Gutiérrez 2012 eine Künstlerresidenz an der Ecole des Sables in Toubab Dialaw machte und mit Tänzern aus der Hip-Hop-Szene Dakars in Kontakt kam.

Aufführung Kampnagel, Hamburg
Jennifer Beck, spex

Erschienen im März 2016
ISBN 978-3-938218-80-8

Herausgegeben von Yolanda Gutiérrez & Jens Dietrich

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