Das Medium Video ist für mich eine wunderbare Ergänzung zu meiner Arbeit, da der Tanz ja vergänglich und vor kurzer Dauer ist. Ich habe bisher verschiedene Videoarbeiten realisiert, vom Experimentellen bis hin als Bühnenelement und/oder als kurze Dokumentation. Mein letztes Videoprojekt MY DANCE SPACE ist ein gutes Beispiel, welches ich als Reflexion über die Zeiten des ersten Lockdowns mit Tänzer*innen und Choreograf*innen aus Hamburg realisiert habe.(Februar 2021)

 

MY DANCE ROOM
Hamburg, 2008
Kurze Tanz Doku über 35 Migrant*innen, die Zuhause tanzen

Gezeigt bei:
Festival Cabanyal Intim, Valencia, Spanien, 2014
Sentitreff Zentrum, Luzern, Schweiz, 2013
Probebühne Eins K3, kampnagel 2010
Body Navigation Festival, St. Petersburg, Russland, 2010
International Dance Kiosk Festival, Hamburg, 2009
Galerie Kunstnah, Hamburg 2008

Wie und wo entsteht der Raum für den Tanz? Was bewegt die Menschen zum tanzen? Welche Erinnerungen werden wach gerufen? 25 Menschen mit Migrationshintergrund zeigen „my dance room“ bei sich zu Hause: im Wohnzimmer, in der Küche, im Keller oder im Garten. Aus den verschiedensten Stadtteilen in Hamburg wurden Kinder, Jugendliche und Erwachsene beim tanzen gefilmt.

Eine yolanda gutiérrez & projects Produktion

Ausschnitt aus ballet-tanz, November 2008, Arnd Wesemann

...Das da einer einfach seine Lieblingsmusik auflegt und tanzt, „gehört hierzulande eher zu den intimen Beschäftigungen“, sagt Yolanda Gutiérrez. Darum besuchte sie 25 derart integrierte Jugendliche mit ihrer Videokamera zu Hause. Und hoffte, dass nicht lauter Selbstdarsteller mit You Tube Allüren einen Platz an der Datensonne suchen. Sondern, dass sie einfach selber sind. „Tanzen geht bei Menschen mit Migrationshintergrund viel einfacher“, sagt die Choreografin. Das habe sie tausendmal beobachtet. Die deutsche Leitkultur kennt zwar Partys, aber „da essen sie und reden und trinken. Nur tanzen das machen sie nicht.“

Besucherstimmen aus dem Gästebuch:

„Spannend, lustig und ernst zugleich. Eine tolle Arbeit!“
„Wie befriedigend! Danke“
„Zu sein wie man (gerne) ist und einfach zur Musik träumen –das ist selten geworden. Aber die Filme zeigen, wie hoffentlich bei allen ab und zu eine Tanzfläche aus den Nix entsteht - schön!“
„Danke! Ich hat’s schon wieder vergessen…“
„Das Zuschauen macht Spaß – und Lust auf selber tanzen, Vielen Dank!“
„Eine gute Sache. Auch den Kindern hat’s gefallen“
„Yo, schöne Arbeit! lustig! witzig! geistreich!“

[Konzept/Regie, Kamera]Yolanda Gutiérrez
[Schnitt] Yana Busyhina

Neu digitalisiert durch ARCHIVE 20-20 / DIS-TANZ-SOLO
Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR, Hilfsprogramm DIS-TANZEN des Dachverband Tanz Deutschland.


 

Political Bodies / Yolanda Gutiérrez & Jens Dietrich

Political Body hat im Englischen eine doppelte Bedeutung. Als feststehender Begriff bezieht sich der Ausdruck auf eine politische Institution. Und wortwörtlich genommen geht es um das Politische des Körpers. Mit dem Projekt Political Bodies beabsichtigten wir die Bandbreite zwischen den beiden Lesarten sichtbar zu machen: Welche politische Rolle übernimmt der Körper in der Kunst, und wie wird aus einer künstlerischen Bewegung eine politische.

Die ersten Ideen für die Tanzperformance Political Bodies entstanden, als Yolanda Gutiérrez 2012 eine Künstlerresidenz an der Ecole des Sables in Toubab Dialaw machte und mit Tänzern aus der Hip-Hop-Szene Dakars in Kontakt kam.

Aufführung Kampnagel, Hamburg
Jennifer Beck, spex

Erschienen im März 2016
ISBN 978-3-938218-80-8

Herausgegeben von Yolanda Gutiérrez & Jens Dietrich

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