Zwischen April und August 2021

BISMARCK-DEKOLONIAL ist eine aktivistisch-performative Utopie mit Künstler*innen aus Yaoundé, Lomé, Windhuk, Kigali, Dar es Salaam und Hamburg

Die Bismarck-Statue in Hamburg wird 2020-2022 für rund neun Millionen Euro restauriert und konfrontiert uns erneut mit der Frage, wie wir als Gesellschaft mit der deutschen Kolonialgeschichte umgehen. Otto von Bismarck als einer der Schlüsselfiguren der Kolonialisierung Afrikas steht nach wie vor als Koloss unkommentiert mitten in Hamburg. Hier bedarf es einer kollektiven und dekolonisierenden Gegenstimme, die eine kritische Auseinandersetzung anstößt.

Daher stehen im Mittelpunkt von BISMARCK DEKOLONIAL die künstlerischen Narrative der Menschen aus den ehemaligen Kolonien (Tansania, Namibia, Kamerun, Togo und Ruanda). Das ermöglicht einen notwendigen Perspektivenwechsel, denn nur so kann der dekolonisierende Prozess der Aufarbeitung weitergeführt werden. Die zentralen Fragestellungen sind dabei: Was haben sie zu sagen, wenn sie aus den ehemaligen deutschen Kolonien kommen und dieses riesige Denkmal sehen? Welche Kunstaktion kann den Bismarck dekolonisieren?

Das Projekt strukturiert sich in zwei Teile. Im April 2021 werden in Form eines LAB/FORUMS Vorarbeiten zu gemeinsamen künstlerischen Beiträgen erarbeitet, die dann im Juli 2021 live vor dem Bismarck-Denkmal präsentiert werden. Über einen Livestream wird ein gemeinsamer Dialog in einem OPEN/FORUM auch außerhalb Hamburgs ermöglicht.

Wir können die Geschichte nicht ändern, aber wir können facettenreichere Perspektiven entwickeln, wie wir Geschichte betrachten.


[Kuratorin] Yolanda Gutiérrez
[Assistenz Management] Lucia Lilen Heffner
[Dramaturgische Mitarbeit] Anna Sophie Felser
[Dramaturgische Assistenz] Maeva Dolle
[Künstlerische Beratung] Sarah Lasaki
[Kostüme] Yupanqui Ramos
[Moderation] Zainab X
[Graphik Design] Dr. Calavera
[Website] Uli Mathes
[MIT] Isack Peter Abeneko, Banza Dolph, Vitjitua Ndjiharine, Sarah Lasaki, Stone, Moussa Issiaka, Calavera u.a

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.